Kleinere Städte und Gemeinden in Brandenburg 9

Neulewin

Zuständig für die Verwaltung der amtsangehörigen Gemeinde ist das Amt Barnim-Oderbruch. Die Umgebung wird dabei durch den Brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland gebildet. Bezogen auf die Gemeinde Neulewin liegt eine Gliederung in Gemeindeteile, Wohnplätze und Ortsteile vor. So gehören Güstebieser Loose und Neulietzegöricke zur Gemeinde.

An der Güstebieser Loose befindet sich eine Hofanlage mit Obstgarten und Wohnhaus. Des Weiteren ist in Karlsbiese ein Zweifamilienhaus zu finden, das in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Dort befinden sich außerdem ein Wohnhaus mit Scheune sowie eine Hofanlage. Zu den weiteren interessanten Bauten gehören zwei Wohnhäuser mit Stallgebäude.

Naturpark Nuthe-Nieplietz

In Richtung Jüterbog dürfen sich Gäste orientieren, die neben den Welterbestätten Zeit in der Natur verbringen möchten. Die Eröffnung des noch recht jungen Naturparks erfolgte wenige Monate vor der Jahrtausendwende. Gesprochen wird vom Naturpark als ein Nationales Schutzgebiet im Nuthe-Urstromtal. Bezogen auf das Bundesland handelt es sich beim Naturpark Nuthe-Nieplitz um eines der größten Wildnisgebiete in Brandenburg.

Die in dieser Region erreichbaren Dörfer besitzen einen hohen Wert für die Ökologie. Natürlich gilt dies auch im Hinblick auf Kultur und Geschichte. Dazu gehören das Dorf Blankenese sowie der See Blankenese. Zudem ist in der Region das Dorf Stangenhagen zu erreichen. Die einstmals sächsische  Enklave lag im Zentrum von Preußen. Sehenswert sind das Kloster Zinna sowie historische STadtkerne von Städten wie Jüterbog und Beelitz. 

Bieselheide

Erreichbar ist dieses nationale Waldgebiet im Mühlenbecker Land. Genauer geht es um den Brandenburger Raum zwischen Bergfelde und Glienicke/Nordbahn. Überwiegend ist das Bild von Sandboden geprägt. In den Loreleybergen befindet sich mit einer Höhe von 62,8 Metern der höchste Punkt der Region. Ursprünglich hatte die Bieselheide eine Größe von 600 Hektar.

Mittlerweile existiert immer noch ein Anteil von etwa 300 Hektar mit Bewaldung. Inzwischen handelt es sich bei der Bieselheide um ein Gebiet der Naherholung. Erreichbar ist dieses Gebiet auf dem Berliner Mauerweg über den alten Grenzstreifen, der ein müheloses Durchqueren des Gebietes ermöglicht. 

Schönfließ – Mühlenbecker Land 

Die amtsfreie Gemeinde Mühlenbecker Land entstand infolge eines Zusammenschlusses von vier einst selbständigen Gemeinden. Dabei handelt es sich um Zühlsdorf, Schildow, Schönfließ und Mühlenbeck, die heute Ortsteile der Gemeinde sind. Spuren von Schönfließ sind bereits im Jahr 1270 zu finden, als der Ortsteil zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde.

Dort gibt es eine alte Bäckerei, auf der sich ein Schornstein befindet. Darauf wiederum lässt sich ein Storchennest entdecken, das heimlich als Wahrzeichen gilt. Bereits vor dem Drachenfest im Herbst findet in der Regel in den Monaten August und September eine Konzertreihe statt. Es handelt sich um die Schönfließer Sommermusiken. 

Döberitzer Heide

Dieses in Brandenburg gelegene Naturschutzgebiet hat eine Größe von etwa 5000 Hektar. Für dieses Gebiet liegt teilweise eine Zugehörigkeit zu der Landschaftseinheit Nauener Platte vor. Ein großer Teil dieses Gebietes gehört zum Landkreis Havelland. Der kleinere Teil gehört zu Potsdam. Dort befindet sich auf einer Fläche von 3.600 Hektar ein Wildnis-Großprojekt, das zur Heinz-Sielmann-Stiftung gehört und europaweit einzigartig ist.

Im Jahr 1997 kam es zur Einrichtung des Naturschutzgebietes Döberitzer Heide. Dieses gebiet stellt einen großen Teil von Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide dar. Zum Schutz der Wildniskernzone, deren Größe 1.860 Hektar besitzt, gibt es dort einen dreifachen Zaun. Umgeben wird dieser Bereich von der Naturerlebnis-Ringzone.

Reichenow-Möglin

Der Landkreis Märkisch-Oderland bildet die Kulisse für die Gemeinde Reichenow-Möglin. Es liegt eine Zugehörigkeit zum Amt Barnim-Oderbruch vor. Gekennzeichnet ist das Bild von den Ortsteilen Reichenow und Möglin sowie vom Ortsteil Herzhorn. Erreichbar sind in der Nähe die Gemeinde Märkische Höhe sowie die Stadt Wriezen.

Sehenswert ist das neugotische Schloss Reichenow, bei dem es sich in heutiger Zeit um ein Hotel handelt. Des Weiteren befindet sich eine Gedenkstätte für den Begründer der Agrarwissenschaft in Möglin. Spaziergänge können in Richtung des Gutspark in Möglin führen. Dort befindet sich außerdem eine Kirche. 

Flakensee

Dieses Binnengewässer wird vom Landkreis Oder-Spree in Brandenburg umgeben. Es handelt sich bei dem Flakensee um einen See, der zur Bundeswasserstraße Rüdersdorfer Gewässer gehört. Eingestuft ist dieses Gewässer in die Wasserstraßenklasse III. Im Mittelpunkt steht auf dieser Wasserstraße vor allem der Transport von Zement.

Zum Flakensee gehören die Zuflüsse Kalkfließ, Löcknitz und Graben vom Bauersee. In der Nähe der Wasserstraße ist die Schleuse Woltersdorf erreichbar, die eine Fallhöhe von 2,10 Meter besitzt. Möglich sind Wassersport und das Baden.

Wittstock-Ruppiner Heide – auch bekannt als Kyritzer Ruppiner Heide

Bei dieser Region handelt es sich um eine Wald-. Magerrasen- und Heidelandschaft. Gekennzeichnet ist das Bild von einer Lage im Nordwesten von Brandenburg. Das gesamte Gebiet hat eine Größe von 700 Quadratkilometern und wird vom Landkreis Ostprignitz-Ruppin umgeben. Ausflüge bieten sich in das neustrelitzer Kleinseenland sowie in das Mecklenburgische Großseenland an.

Wie bereits erwähnt, gibt es dort große Magerrasen- und Rasenflächen, wo sich der frühere Truppenübungsplatz befand. Gerade im Hinblick auf den Naturschutz sind diese  Flächen von besonderem Interesse. Es gibt weitere Ausweisungen einzelner Bereiche als FFH-Gebiet. Dazu gehört die Ruppiner Schweiz. 

Kyritz

Innerhalb des brandenburgischen Landkreises Ostprignitz-Ruppin ist die Stadt erreichen. Im Rahmen der Geschichte zeichnet sich die Stadt durch slawische Wurzeln aus. Einst war die Stadt ein Mitglied der Hanse. Im 18. Jahrhundert kam es zur Verwandlung in eine preußische Garnisonsstadt. Umgeben wird die Stadt von der historischen Landschaft der Prignitz.

Seit dem Jahr 2020 besteht Gelegenheit, einen Evolutionsweg mit seinen Tafeln zu erwandern und zu entdecken. Des Weiteren befinden sich dort Bauwerke wie die Stadtpfarrkirche und die Fachwerkhäuser. Erwandern lässt sich die Unterseeinsel. Immer noch besteht die Gelegenheit zum Besuch an der Stadtmauer. Auf dem Marktplatz befindet sich der Brunnen „Bassewitzsage“.

Großbeeren

In den Norden vom Landkreis Teltow-Fläming führt die Fahrt zum Besuch in Großbeeren. Erreichbar ist die Gemeinde Großbeeren im Süden von Berlin. Zur Gemeinde gehört zum einen der gleichnamige Kernort. Ferner wird das Bid durch die Ortsteile Diedersdorf, Heinersdorf und Kleinbeeren geprägt. Komplettiert wird das Bild durch die Gemeindeteile Neubeeren, Friederikenhof, Birkenhain und Birkholz.

Ein Entwurf von Karl Friedrich Schinkel hat zur Errichtung der evangelischen Kirche in den Jahren 1818 bis 1820 geführt. Des Weiteren befindet sich in Großbeeren ein Gedenkturm, der sich durch eine Ausstellungshalle auszeichnet. Im 18. Jahrhundert kam es zur Errichtung vom Gutshaus Diedersdorf, welches im 21. Jahrhundert für kulinarische Genüsse zuständig ist.

Hohennauener-Ferchesarer See

Erreichbar ist dieser Binnensee im Landkreis Havelland. Es handelt sich dabei um einen langgestreckten See, der von Osten nach Westen verläuft. Während der Hohennauener See im Westen gelegen ist, liegt für den Ferchesarer See eine Erreichbarkeit im Osten vor. Mittig bietet sich der Semliner See für einen Besuch an.

Durch den Hohennauener Kanal liegt eine Verbindung zwischen dem See und der Havel vor. Gebildet wird durch den See und den Kanal die Hohennauener Wasserstraße. Eingestuft ist diese als sonstige Wasserstraße des Bundes, in der Nähe des Sees sind Orte wie Ferchesar, Semlin und Hohennauen zu erreichen.

Am Mellensee 

Die in Brandenburg gelegene amtsfreie Gemeinde wird vom Landkreis Teltow-Fläming umgeben. Bezogen auf den Ausgangspunkt Berlin-Mitte ist die Gemeinde im Süden in einer Entfernung von ungefähr 40 Kilometer zu erreichen. Für weitere Erkundungstouren durch Brandenburg bieten sich Städte wie Trebbin an. Für die Gemeinde liegt eine Gliederung in acht Ortsteile vor, zu denen Saalow gehört.

In Alexanderdorf befindet sich die Benediktinerinnenabtei St. Getrud. Mitte des 18. Jahrhunderts entstand die Dorfkirche Sperenberg. Ferner bieten sich der Denkmalsplatz sowie das Strandbad in Klausdorf zu einem Besuch an. Ein Aufenthalt ist außerdem im Gutshaus Sperenberg möglich. Erreichbar ist die Schleusenanlage am Nottekanal. Die Gemeinde präsentiert sich inzwischen mit einem gut ausgebauten Wanderwegenetz. Sehenswert ist außerdem die Scheunenwindmühle.

Rüdersdorf bei Berlin 

Die Umgebung von Rüdersdorf bei Berlin wird durch den Landkreis Märkisch-Oderland gebildet. Östlich vom Berliner Stadtzentrum ist die amtsfreie Gemeinde in einer Entfernung von etwa 30 Kilometer zu erreichen. In der näheren Region liegen Gemeinden wie Fredersdorf-Vogelsdorf und Straußberg. Größerer Bekanntheit erfreut sich Rüdersdorf durch die Lagerstätte aus Kalksteinen, die es in der Mark Brandenburg nur einmal gibt.

Zu einem Besuch lädt der Museumspark Rüdersdorf ein. Dort befindet sich der Kalkstein-Tagebau. Innerhalb des Industriemuseums Rüdersdorf befinden sich Kanalportale. Des Weiteren gibt es dort den Rumfordofen I und II mit dem Bohlenbinderhaus. Unter den regelmäßigen Veranstaltungen ist das Rüdersdorfer Bergfest im Juli zu finden. Neben der Walpurgisnacht im Museumspark Rüdersdorf präsentiert sich die Gemeinde mit einer Frühjahrsregatta. Zudem besteht die Gelegenheit zum Besuch der Ziegeleibahn Herzfelde.

Motzener See

Im Süden von Mittenwalde und zugleich im Süden von Berlin ist der Motzener See zu erreichen. Dabei ist zugleich eine Lage im Dahme-Seengebiet. Gleichzeitig gehört der See durch seine Lage zum Wasserstraßennetz vom Bundesland Brandenburg. Unterstützt wird diese Zugehörigkeit aufgrund der Verbindung des Sees mit dem Nottekanal, die durch den Galluner Kanal getragen wird. 

In der Nähe des Sees ist der zu Mittenwalde gehörende Ortsteil Motzen zu erreichen. Des Weiteren ist in der Nähe Kallinchen zu erreichen, das als Ortsteil zu Zossen gehört. Auch das Badevergnügen kommt nicht zu kurz. Schließlich gibt es drei Badestellen am Motzener See. Außerdem ist dort ein Bootsverleih zu erreichen.

Elsterwerda

Der brandenburgische Landkreis Elbe-Elster bildet den Rahmen fürdie Kleinstadt Elsterwerda. Damit verbunden ist eine Lage innerhalb vom Naturpark Niederlausitzer Heidellandschaft. Bis zum Jahr 1815 lag für Elsterwerda eine Zugehörigkeit zum kursächsischen Amt Hayn vor. In Zusammenhang mit der Kurstadt Bad Liebenwerda handelt es sich bei Elsterwerda um ein Mittelzentrum.

In der Regel gehört das Frühlingsfest zu den größten Veranstaltungen. Häufig finden diese an Orten wie der Elbe-Elster-Halle statt. Zudem kommen Gesundheit und Wellness nicht zu kurz wie an der Lausitztherme Wonnemar deutlich wird. Einen Blick in die Stadt erhalten Gäste bei einem Spaziergang zum Schloss Elsterwerda. Bereichert wird das Bildvon historischen Plätzen wiedem Elsterwerdaer Marktplatz.

Spremberg

Gebildet wird die Kulisse durch den brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße. Zur erstmaligen Erwähnung kam es im 14. Jahrundert. Verbunden ist damit eine im sorbischen Siedlungsgebiet. Mittlerweile darf sich die Stadt offiziell seit August 2013 als „Perle der Lautsitz – parklicia Luzyce“ bezeichnen. Es besteht bei einem Besuch Gelegenheiten neben den brandenburgischen Welterbestätten auch Gemeinden wie Felixsee oder Drebkau.

Innerhalb des Zentrums ist die Spreeinsel gelegen, auf der sich der historische Kern der Altstadt befindet. Neben der Wendischen Kirche lassen sich die Kreuzkirche und die Evangelische Auferstehungskirche entdecken. Zur Erinnerung an den eisernen Kanzler gibt es heute den Bismarckturm. Regelmäßig lädt die Stadt in der Regel mit Veranstaltungen wie dem Kneipenfestival oder dem Brunnenfest zu einem Besuch ein. 

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Geschrieben und Copyright by Marina Teuscher 2020 – 2030